Illuminierte Installation

zur BIOFACH 2000 am 19. Februar in Nürnberg

foto groß foto groß foto groß

Der Installationskünstler Uli Lampe gratuliert der Stadt Nürnberg zum 950. Geburtstag.

Es ist ein ganz persönlicher Geburtstagsgrur3: 2000 durchnummerierte gläserne Lichtobjekte erinnern als "Mobiles Mahnmal" an die Reichsparteitage der NSDAP und die Nürnberger Prozesse. Gleichzeitig will Lampe mit seiner Installation auf aktuelle rechtsextremistische Tendenzen und den neuen deutschen Militarismus aufmerksam machen.

Am Samstag, den 19. Februar wird der Künstler bei Anbruch der Dunkelheit den Eingangsbereich zur "Frankenhalle" mit den Leuchtobjekten illuminieren. Der Aufbau der Objekte wird mittags beginnen. Bereits vor Beginn der Illumination stellen die Objekte beschriftet und in schwarzer Folie verpackt ein Kunst-Objekt dar.

Kerzen sind lebendes Licht — und Licht ist der Inbegriff von Hoffnung. Den im südniedersächsischen Moringen lebenden Künstler reizt die gegensätzliche Symbolik der Kerze:

In unserer "christlichen" Kultur sind Kerzen sowohl Symbol der Trauer als auch der Freude. Zentrales Thema seiner künstlerischen Arbeit ist die intensive Auseinandersetzung mit Leben und Tod.

Die Aktion steht in direktem Zusammenhang mit früheren Installationen Lampes. Anlässlich des Sonderparteitages der Grünen zum Kosovo-Krieg im Mai 1999 installierte er vor der Bielefelder Seidenstickerhalle vierhundert mahnenden Lichtobjekte. Als Monument zur Erinnerung an die Kriege der vergangenen zwei Jahrtausende verwirklichte er in der Silvesternacht 1999/2000 mit zweitausend Lichtern eine 140 Meter lange Installation auf dem Dokumenta-Standort Glejs 1" des Kasseler Kulturbahnhofs von dem aus im Nationalsozialismus Juden deportiert worden sind.

Auch diese ernste Thematik kann mit ästhetisch schönen Mitteln inszeniert werden. Tragen Sie die Lichter wohin sie wollen. Sie leuchten — und mahnen — überall.